Willkommen bei der EA-Gruppe (VF)


Informationen über unsere EA Gruppe
(verhaltensfokusiert)

Home - Interessenten - 12 Schritte und Traditionen

Dienstags EA Gruppe (verhaltensfokusiert)
wird vorbereitet und findet noch NICHT statt!

Was solltest Du wissen?

1. Das Dienstags-EA-Meeting (VF) ist ein geschlossenes Meeting, d.h. eine Teilnahme ist nur nach einem Vorgespräch möglich. Dieses Vorgespräch wird telefonisch erfolgen, dazu benötigen wir dann noch eine Festnetznummer von dir.

2. Eine Teilnahme setzt voraus, dass die verhaltensfokusierte Ausrichtung dieses EA-Meetings grundsätzlich als Chance für die eigene Genesung erkannt wird. Wir diskutieren nicht im Meeting über den Sinn und Zweck dieses Konzeptes, sondern jede Teilnehmerin, jeder Teilnehmer versucht es für sich nutzbar anzuwenden.

3. Um zu Beginn des neuen Meetings eine größere Stabilität zu erhalten, ist es erforderlich, dass neue Teilnehmer bereit sind, alle 4 ersten Termine wahrzunehmen, außer eines sehr wichtigen Grundes oder Krankheit.

4. Es hat uns nicht geholfen einen Krankheitszustand zu bezeichnen und uns auf die Probleme in unserem Leben zu konzentrieren, stattdessen fragen wir uns, wie mein eigenes Verhalten das Problem herbeigeführt haben kann, bzw. was ich in meinem Verhalten ändern kann, um das Problem zu lösen bzw. damit umgehen zu können.

5. Wir können in den Meetings über alles reden, achten jedoch darauf eine defensive Sprachweise zu verwenden, sowohl um uns selbst nicht, aber auch um andere nicht in ihrem Verhalten zu triggern.

6. Pünktlichkeit ist ein Zeichen, dass Du dieses Meeting ernst nimmst!

7. Es ist möglich, dass eine Anmeldung erforderlich sein wird, wenn wir mit dem Meeting starten (der Starttermin steht zurzeit noch nicht fest - bitte registriere dich, damit wir dich informieren können).

Suchhafte ungesunde Verhaltensmuster = schlechte Gewohnheiten

In dieser EA-Gruppe geht es darum, die eigenen ungesunden Verhaltensmuster zu erkennen und aufzugeben. Wir verwenden die EA- und AA-Literatur. Die Schritte 1, 6 und 7 sowie die 3. und 5. Tradition sind dieser neuen Ausrichtung angepasst:

1. Schritt

Wir haben zugegeben, dass wir unseren schlechten Gewohnheiten gegenüber machtlos sind und unser Leben nicht mehr zu meistern war.

6. Schritt

Wir waren völlig bereit, all diese ungesunden Verhaltensmuster von Gott beseitigen zu lassen.

7. Schritt

Demütig haben wir ihn gebeten, uns von unseren schlechten Gewohnheiten zu befreien.
 

3. Tradition

Die einzige Voraussetzung für die Zugehörigkeit zur verhaltensfokusierten EA-Gruppe ist das Verlangen, die eignenen schlechten Gewohnheiten aufzugeben.

5. Tradition

Die Hauptaufgabe jeder Gruppe ist, unsere Botschaft jenen Menschen zu bringen, die noch unter ihren schlechten Gewohnheiten leiden.

Wozu verhaltensfokusiert? Die Änderung der EA-Gruppen-Ausrichtung


Hallo, mein Name ist Thomas und ich bin meinen schlechten Gewohnheiten gegenüber machtlos.

Im 1. Schritt der EA heißt es, „Wir haben zugegeben, dass wir unseren Emotionen gegenüber machtlos waren …“ und die 3. Tradition lautet: „Die einzige Voraussetzung für die EA-Zugehörigkeit ist das Verlangen, emotional gesund zu werden.“

In meinen über 40 Jahren in EA musste ich erkennen, dass emotionale Störungen nur Symptome sind und nicht die Ursache des Leidens. Diese Formulierungen sind leider sehr unklar. Damit konnten viele Menschen und auch ich nicht wirklich etwas anfangen und vor allem nicht damit arbeiten. Auch fühlten sich dadurch viele nicht angesprochen und kamen nicht wieder in das EA-Meeting. Das EA-Programm war für viele nicht attraktiv.

Daher habe ich mich nochmal intensiv mit dem AA-Programm der Anonymen Alkoholiker beschäftigt, welches der Startpunkt aller A-Gruppen war, so auch der EA.

Im AA-Programm heißt es im 1. Schritt: „Wir gaben zu, dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind …“ die 3. Tradition der AA lautet: „Die einzige Voraussetzung für die AA-Zugehörigkeit ist der aufrichtige Wunsch mit dem Trinken (Anm. Alkohol) aufzuhören.“
Bei der AA ist es vollkommen klar: Ich muss aufhören, Alkohol zu trinken. Bei der AA geht es darum, dass Suchtmittel Alkohol nicht mehr anzurühren, das erste Glas konsequent stehen zu lassen.
2 Dinge sind hier sehr wichtig: 1. Alkohol ist ein Stoff, der außerhalb von mir ist und 2. Alkohol ist ein Stoff, den ich unbedingt vermeiden muss.
Überträgt man dies auf EA würde es heißen: „Emotionen gehören nicht zu mir und ich muss sie unbedingt verweiden.“ Aber genau das stimmt nicht, denn Emotionen hat jeder Mensch und es wäre töricht, sie vermeiden zu wollen! Vielmehr geht es darum, dass Menschen in EA mit ihren Emotionen nicht klar kommen. Das ist aber nur ein Symptom, normalerweise kommt ein Mensch mit seinen Emotionen klar und auch Menschen in EA kommen meistens mit ihren Emotionen klar, nur nicht immer, für sie gibt es kritische Situationen, in denen ihnen ihre Emotionen komplett entgleiten können, dann fühlen sie sich ausgeliefert, machtlos. Aber was hat das dann letztlich ausgelöst?

Aus meinen jahrelangen Erfahrungen mit Menschen in EA und meiner eigenen Geschichte, komme ich zu dem Schluss, dass was in diese kritischen Situationen geführt hat, in denen ich mich meinen Emotionen gegenüber machtlos fühle, ist mein eigenes Verhalten. Ungesunde Verhaltensmuster die zu schlechten Gewohnheiten geführt haben, brachten mich in emotionale Schwierigkeiten. Den Zusammenhang habe ich oft nicht erkannt. Im Gegensatz zu meinen Emotionen könnte ich den oben stehenden Satz so schreiben: Ungesunde Verhaltensmuster gehören prinzipiell nicht zu mir und ich muss sie grundsätzlich verweiden. An dem Punkt treffe ich wieder auf die eigentliche Bedeutung des entsprechenden Satzes in AA. Wie der Alkoholiker sein estes Glas stehen lassen muss, so muss ich meine ungesunden (toxischen) Verhaltensweisen und Angewohnheiten aufgeben und zwar sofort wenn ich spüre, dass ich gerade wieder dabei bin, ihnen zu folgen.

Der Kern der Arbeit im Meeting

Für die verhaltensfokusierte EA-Gruppe ist die Grundlage, zu erkennen, was die eigenen ungesunden  Verhaltensmuster = schlechte Gewohnheiten sind. Das werden wir schriftlich machen. Wir schreiben auf, was wir erkannt haben und teilen dies in der ersten Runde.
Wir werden uns NICHT auf unsere Probleme konzentrieren, sondern immer wieder fragen, welches eigene Verhaltensmuster, welche eigene Gewohnheit letztlich zu dem aktuellen Problem, zu der emotionalen Verwirrung geführt hat. Positiv geht es immer auch darum, herauszufinden, welche guten Gewohnheiten mich stärken, mit meinem Leben besser zurecht zu kommen und zufriedener zu sein.
Niemals kann es darum gehen, schlechte Gewohnheiten zu akzeptieren. Immer soll es darum gehen, die schlechten Gewohnheiten aufzugeben, wie der Alkoholiker den Alkohol.

Meetingsablauf

1.    Begrüßung
2.    Blitzlich: Kurze Vorstellungsrunde mit Namen und der Benennung des     erkannten ungesunden Verhaltensmusters(1) und was man aktuell teilen möchte. 1-2 Min.
3.    Schriftliche Arbeit bezüglich der eigenen ungesunden Verhaltensmuster und anschl. Runde zum Teilen.
4.    Falls noch Zeit ist, offene Aussprache mit einem Thema aus der AA oder EA-Literatur
5.    Abschluss

1) Sobald man das eigene ungesunde (toxische) Verhaltensmuster erkannt hat und benennen kann.